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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Last updated: 06.10.2026 Darkmatter IT · MAM-JAHN, Massing

Only the German version is legally binding. These legal texts are available in German only.

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen Darkmatter IT (Einzelunternehmen), Inhaber Marco Andreas Martin Jahn, Goethestr. 8, 84323 Massing, Deutschland, tätig unter der Marke „MAM-JAHN“ (nachfolgend „Anbieter“, „wir“) und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“, „Sie“). Sie werden im Bestellvorgang ausdrücklich einbezogen: Vor dem Absenden einer Bestellung müssen Sie diese AGB durch Setzen eines Häkchens akzeptieren; der vollständige Text ist dort verlinkt und kann jederzeit gespeichert und ausgedruckt werden.

§ 1Vertragspartner und Geltungsbereich

(1)

Vertragspartner für alle über die Website https://mam-jahn.de und den Kundenbereich angebotenen Leistungen ist Darkmatter IT (Einzelunternehmen), Inhaber Marco Andreas Martin Jahn, Goethestr. 8, 84323 Massing, Deutschland, tätig unter der Marke „MAM-JAHN“, E-Mail support@mam-jahn.de, Telefon +49 1525 7859999, USt-IdNr. DE365361601.

(2)

Diese AGB gelten für alle Verträge über KVM vServer, Root-Server (RS), Virtual Dedicated Server (VDS), Dedicated Server, Storage- und Backup-Leistungen, Webspace, WireGuard-VPN-Zugänge, die Vermittlung von Domains sowie den Verkauf von Hardware und für alle damit verbundenen Leistungen.

(3)

Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.

(4)

Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können (§ 13 BGB). Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt (§ 14 BGB).

(5)

Textform im Sinne dieser AGB ist jede lesbare Erklärung auf einem dauerhaften Datenträger (§ 126b BGB), insbesondere E-Mail, Support-Ticket oder eine Erklärung über den Kundenbereich.

§ 2Leistungen des Anbieters

(1)

Der Anbieter stellt dem Kunden die bestellten Ressourcen (CPU, Arbeitsspeicher, Speicherplatz, Netzwerkanbindung, IP-Adressen, VPN-Zugänge) zur Nutzung bereit. Art und Umfang der Leistung ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung des jeweiligen Tarifs auf der Website und der Bestellübersicht zum Zeitpunkt der Bestellung.

(2)

Übergabepunkt der Leistung ist die Netzwerkschnittstelle des Rechenzentrums, an dem die Systeme des Anbieters betrieben werden. Für die Anbindung des Kunden an das Internet und die Konfiguration seiner Endgeräte ist der Kunde selbst verantwortlich.

(3)

Ein Anspruch auf einen bestimmten physischen Server, ein bestimmtes Host-System oder eine bestimmte IP-Adresse besteht nicht, sofern nichts anderes vereinbart ist. Der Anbieter darf virtuelle Systeme aus technischen oder betrieblichen Gründen auf andere Host-Systeme verschieben, wenn die vereinbarte Leistung dabei erhalten bleibt.

(4)

Bei Servern mit vollem Administrationszugriff (root) ist der Kunde allein für Installation, Konfiguration, Absicherung und Aktualisierung des Betriebssystems und der von ihm betriebenen Software verantwortlich. Der Anbieter schuldet insoweit nur die Bereitstellung und den Betrieb der Plattform.

(5)

Die Verwaltung der Leistungen (Bestellung, Neustart, Neuinstallation, Kündigung, Rechnungen) erfolgt über den Kundenbereich unter https://mam-jahn.de.

(6)

Der Anbieter darf Leistungen ganz oder teilweise durch Dritte erbringen lassen (z. B. Rechenzentrums- und Netzbetreiber); er bleibt dem Kunden gegenüber für die Leistung verantwortlich.

(7)

Der Datenverkehr ist im Tarifpreis enthalten, soweit die Leistungsbeschreibung nichts anderes bestimmt. Nennt die Leistungsbeschreibung eine Schwelle für den Datenverkehr (z. B. ein Volumen innerhalb von 24 Stunden), darf der Anbieter die Bandbreite des betroffenen Dienstes bei Überschreitung vorübergehend auf den dort genannten Wert begrenzen. Zusätzliche Entgelte fallen dadurch nicht an; die Begrenzung endet, sobald die Schwelle wieder unterschritten ist.

(8)

Webspace wird auf gemeinsam genutzten Systemen bereitgestellt. Geschuldet ist der in der Leistungsbeschreibung genannte Speicherplatz mit Anbindung an das Internet; Rechenleistung und Arbeitsspeicher werden von allen Kunden des Systems gemeinsam genutzt.

§ 3Vertragsschluss und Informationen zum Bestellvorgang

(1)

Die Darstellung der Leistungen auf der Website ist kein verbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben.

(2)

Der Bestellvorgang läuft in folgenden Schritten ab: (a) Auswahl des Tarifs und gegebenenfalls der Zusatzoptionen und des Abrechnungszeitraums; (b) Registrierung eines Kundenkontos oder Anmeldung; (c) Auswahl der Zahlungsart; (d) Prüfung aller Angaben in der Bestellübersicht – dort können Eingabefehler über die Schaltflächen „Bearbeiten“ bzw. über die „Zurück“-Funktion des Browsers jederzeit korrigiert werden; (e) Bestätigung dieser AGB und – bei Verbrauchern – des Hinweises zum Beginn der Leistung vor Ablauf der Widerrufsfrist; (f) Absenden der Bestellung über die Schaltfläche „Zahlungspflichtig bestellen“. Mit dem Absenden gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab.

(3)

Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung durch eine Auftragsbestätigung per E-Mail annimmt oder die bestellte Leistung bereitstellt (Aktivierung und Zusendung der Zugangsdaten), je nachdem, was zuerst geschieht. Die automatische Eingangsbestätigung der Bestellung ist noch keine Annahme.

(4)

Der Vertragstext (Bestelldaten, AGB, Leistungsbeschreibung) wird vom Anbieter gespeichert und dem Kunden mit der Bestellbestätigung per E-Mail zugesandt. Der Kunde kann seine Bestellungen und Rechnungen jederzeit im Kundenbereich einsehen; die jeweils aktuellen AGB sind auf der Website abrufbar. Vertragssprache ist Deutsch.

(5)

Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen und diese aktuell zu halten. Bestellungen sind nur voll geschäftsfähigen Personen gestattet; Minderjährige benötigen die Zustimmung ihrer gesetzlichen Vertreter.

(6)

Der Anbieter darf eine Bestellung ablehnen oder die Bereitstellung von einer Identitäts- oder Bonitätsprüfung abhängig machen, insbesondere bei Verdacht auf Missbrauch, offensichtlich falschen Angaben oder offenen Forderungen aus früheren Verträgen.

(7)

Bis zur Bereitstellung der Leistung kann der Kunde eine Bestellung jederzeit kostenfrei stornieren (per E-Mail an support@mam-jahn.de oder über den Kundenbereich). Bereits gezahlte Beträge werden in diesem Fall vollständig erstattet. Das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher (§ 16) bleibt daneben bestehen.

(8)

Vertragsbezogene Mitteilungen (Bestätigungen, Rechnungen, Zugangsdaten, Wartungs- und Störungshinweise) übermittelt der Anbieter per E-Mail an die hinterlegte Adresse und im Kundenbereich. Übermittelte Zugangsdaten sind nach Erhalt unverzüglich zu ändern.

§ 4Preise und Zahlungsbedingungen

(1)

Gegenüber Verbrauchern sind alle auf der Website angegebenen Preise Gesamtpreise einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Gegenüber Unternehmern können Preise zusätzlich netto ausgewiesen werden; die Umsatzsteuer wird in der Rechnung gesondert ausgewiesen. Für Unternehmer aus dem EU-Ausland mit gültiger USt-IdNr. gilt das Reverse-Charge-Verfahren. Alle Preise sind in Euro angegeben.

(2)

Die Vergütung besteht aus einer einmaligen Einrichtungsgebühr, soweit in der Bestellübersicht ausgewiesen, und der laufenden Vergütung für den gewählten Abrechnungszeitraum. Die Einrichtungsgebühr deckt die Bereitstellung des Produkts ab (Anlegen, Installation, Konfiguration, Zuweisung von Adressen) und ist mit der Aktivierung vollständig verdient. Die laufende Vergütung ist für den gewählten Abrechnungszeitraum im Voraus fällig. Rechnungen werden im Kundenbereich bereitgestellt und per E-Mail zugesandt; sie sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zu zahlen, sofern die gewählte Zahlungsart keine sofortige Zahlung vorsieht.

(3)

Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) zu verlangen. Bleibt eine Zahlung trotz Mahnung mit einer Nachfrist von mindestens 7 Tagen aus, darf der Anbieter die betroffene Leistung sperren, bis der Rückstand ausgeglichen ist. Die Zahlungspflicht für die Dauer der Sperrung bleibt bestehen. Vor einer Sperrung wird der Kunde per E-Mail an die hinterlegte Adresse gewarnt. Die Sperrung kann auch Domains umfassen, die für den Kunden registriert sind und zu dem Vertrag gehören, aus dem die Forderung offen ist.

(4)

Einwände gegen eine Rechnung sind innerhalb von 8 Wochen nach Zugang in Textform zu erheben; das Unterlassen fristgerechter Einwände gilt nicht als Genehmigung, erschwert aber die Prüfung.

(5)

Ein Guthaben im Kundenkonto wird auf künftige Rechnungen angerechnet. Bei Beendigung aller Verträge wird nicht verbrauchtes, vom Kunden eingezahltes Guthaben auf Verlangen ausgezahlt; von Dritten stammende Gutschriften (z. B. Aktionsguthaben, SLA-Gutschriften) werden nicht ausgezahlt.

(6)

Der Kunde darf nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht kann er nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis geltend machen.

(7)

Der Anbieter darf die Vergütung für laufende Verträge frühestens nach Ablauf der Mindestlaufzeit und höchstens einmal je Kalenderjahr anpassen, wenn sich seine Kosten für die Leistungserbringung (insbesondere Strom, Rechenzentrum, Netzanbindung, Hardware, Lizenzen) seit der letzten Preisfestsetzung erhöht haben; die Erhöhung darf den Kostenanstieg nicht übersteigen. Sinken die Kosten, wird die Vergütung im gleichen Maß gesenkt. Eine Änderung wird dem Kunden mindestens sechs Wochen vor dem Wirksamwerden per E-Mail mitgeteilt; sie gilt nicht für einen bereits bezahlten Abrechnungszeitraum. Der Kunde kann den Vertrag bis zum Wirksamwerden der Änderung außerordentlich zu diesem Zeitpunkt kündigen; auf dieses Recht wird in der Mitteilung ausdrücklich hingewiesen. Bereits gezahlte Vergütung für die Zeit nach der Beendigung wird erstattet.

(8)

Scheitert eine Lastschrift oder wird eine Zahlung zurückgebucht und hat der Kunde dies zu vertreten, trägt er die dem Anbieter dadurch tatsächlich entstandenen Kosten der Bank oder des Zahlungsdienstleisters.

(9)

Vorverkauf: Ist ein Produkt als „Vorverkauf“ mit einem Bereitstellungstermin gekennzeichnet, kommt der Vertrag mit der Bestellung zustande, die Leistung wird jedoch erst ab dem genannten Termin bereitgestellt. Die Vertragslaufzeit, die Mindestlaufzeit und der erste Abrechnungszeitraum beginnen mit der tatsächlichen Bereitstellung; eine bereits gezahlte Vergütung wird entsprechend angerechnet. Bis zur Bereitstellung kann der Kunde die Bestellung jederzeit kostenfrei zurücknehmen; bereits gezahlte Beträge werden erstattet. Verschiebt sich der Termin um mehr als 30 Tage, kann der Kunde vom Vertrag zurücktreten. Das gesetzliche Widerrufsrecht für Verbraucher bleibt unberührt.

§ 5Laufzeit, Verlängerung und ordentliche Kündigung

(1)

Jeder Vertrag hat eine Mindestlaufzeit. Sie ist auf der Produktseite und im Bestellvorgang ausgewiesen. Ist dort nichts anderes angegeben, entspricht sie dem bei der Bestellung gewählten Abrechnungszeitraum (z. B. ein Monat, zwölf oder 24 Monate). Mindestlaufzeit und Abrechnungszeitraum können voneinander abweichen, etwa bei einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten mit halbjährlicher Abrechnung; die Abrechnung erfolgt stets im Voraus für den Abrechnungszeitraum.

(2)

Der Vertrag kann von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Mindestlaufzeit gekündigt werden.

(3)

Wird nicht gekündigt, verlängert sich der Vertrag nach Ablauf der Mindestlaufzeit auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden. Die Abrechnung erfolgt weiterhin im Voraus für den gewählten Abrechnungszeitraum. Endet der Vertrag innerhalb eines bereits bezahlten Abrechnungszeitraums, wird die Vergütung für die Zeit nach dem Vertragsende anteilig erstattet.

(4)

Beträgt die Mindestlaufzeit einen Monat, kann der Kunde abweichend von Absatz 2 jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen.

(5)

Die Kündigung bedarf der Textform. Sie ist möglich (a) über die Kündigungsfunktion im Kundenbereich, (b) über die öffentlich zugängliche Kündigungsseite https://mam-jahn.de/kuendigen („Verträge hier kündigen“, § 312k BGB) oder (c) per E-Mail an support@mam-jahn.de. Der Anbieter bestätigt den Zugang der Kündigung unverzüglich in Textform mit Datum und Uhrzeit des Eingangs und dem Zeitpunkt der Vertragsbeendigung. Aus der Kündigung muss hervorgehen, wer sie erklärt und welcher Vertrag gemeint ist (z. B. durch Kundennummer oder die im Kundenkonto hinterlegte E-Mail-Adresse). Bestehen begründete Zweifel an der Identität des Erklärenden, darf der Anbieter nachfragen; für die Frist bleibt der Zugang der Kündigung maßgeblich.

(6)

Ein Wechsel in einen höherwertigen Tarif (Upgrade) ist auf Wunsch des Kunden jederzeit möglich. Die für den bisherigen Tarif im Voraus gezahlte, noch nicht verbrauchte Vergütung wird taggenau angerechnet. Eine neue Mindestlaufzeit beginnt nur, wenn dies beim Wechsel ausdrücklich ausgewiesen ist und der Kunde es bestätigt. Ein Wechsel in einen kleineren Tarif ist frühestens zum Ende der Mindestlaufzeit möglich.

(7)

Verträge über den Verkauf von Hardware (§ 12) sind keine Dauerschuldverhältnisse; die Absätze 1 bis 6 gelten für sie nicht.

§ 6Außerordentliche Kündigung und Sperrung

(1)

Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund (§ 314 BGB) bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde trotz Abmahnung mit angemessener Frist erneut oder fortgesetzt gegen wesentliche Pflichten aus § 7 verstößt, oder wenn er mit der Zahlung von zwei aufeinanderfolgenden Abrechnungszeiträumen oder mit einem Betrag in Höhe von zwei Monatsentgelten in Verzug ist.

(2)

Einer Abmahnung bedarf es nicht, wenn sie offensichtlich keinen Erfolg verspricht oder die sofortige Kündigung unter Abwägung der beiderseitigen Interessen gerechtfertigt ist, insbesondere bei strafbaren Inhalten (§ 7 Abs. 2 lit. b), bei Angriffen auf Systeme Dritter oder des Anbieters, bei Versand von Spam oder Schadsoftware oder bei einer erheblichen Gefährdung der Infrastruktur oder anderer Kunden.

(3)

Der Anbieter darf eine Leistung vorübergehend sperren, wenn dies zur Abwehr einer akuten Gefahr für die Sicherheit oder Verfügbarkeit seiner Systeme, anderer Kunden oder Dritter erforderlich ist, oder wenn er von einer Behörde, einem Gericht oder aufgrund eines substantiierten Hinweises auf rechtswidrige Inhalte dazu verpflichtet ist. Der Kunde wird unverzüglich über die Sperrung und ihren Grund informiert und erhält Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Sperrung wird aufgehoben, sobald ihr Grund entfallen ist. Sperrungen sind auf das erforderliche Maß zu beschränken.

(4)

Kündigt der Anbieter aus einem vom Kunden zu vertretenden wichtigen Grund, wird bereits im Voraus gezahlte Vergütung für die Zeit nach dem Vertragsende anteilig erstattet. Der Anbieter darf gegen den Erstattungsanspruch mit nachgewiesenen Schadensersatzansprüchen, insbesondere Kosten der Rechtsverteidigung und Ansprüchen Dritter, aufrechnen. Ein pauschaler Einbehalt findet nicht statt.

(5)

Bei einer Sperrung, die der Kunde zu vertreten hat, bleibt seine Zahlungspflicht für die Dauer der Sperrung bestehen. Für eine unberechtigte Sperrung durch den Anbieter haftet dieser nach § 14.

§ 7Pflichten des Kunden und unzulässige Nutzung

(1)

Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten, sichere Passwörter zu verwenden und den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn er den Verdacht hat, dass Dritte Zugriff auf sein Kundenkonto oder seine Systeme haben. Der Kunde haftet für alle Handlungen, die unter seinen Zugangsdaten vorgenommen werden, soweit er dies zu vertreten hat.

(2)

Der Kunde darf die Leistungen nur im Rahmen der Gesetze und dieser AGB nutzen. Untersagt sind insbesondere: (a) Angriffe auf Systeme Dritter oder des Anbieters, insbesondere (D)DoS-Angriffe, Port-Scans ohne Erlaubnis, das Ausnutzen von Sicherheitslücken; (b) die Speicherung, Verbreitung oder Zugänglichmachung strafbarer Inhalte, insbesondere Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern, volksverhetzender oder gewaltverherrlichender Inhalte, sowie Inhalte, die Rechte Dritter (Urheber-, Marken-, Persönlichkeitsrechte) verletzen; (c) der Versand von Spam oder sonst unverlangter Massenkommunikation sowie Phishing; (d) der Betrieb von Schadsoftware, Botnetzen, Command-and-Control-Servern oder Proxy-/Anonymisierungsdiensten zur Verschleierung rechtswidriger Handlungen; (e) das Schürfen von Kryptowährungen ohne ausdrückliche Vereinbarung; (f) die Speicherung, Verbreitung oder Zugänglichmachung pornografischer Inhalte sowie kommerzieller erotischer Angebote, auch wenn sie nicht strafbar sind; (g) eine Nutzung, die die vereinbarten Ressourcen dauerhaft überschreitet oder andere Kunden erheblich beeinträchtigt, z. B. durch Dauerlast weit über dem tariftypischen Maß.

(3)

Der Kunde ist für die Inhalte, die er speichert, verbreitet oder über die Leistungen zugänglich macht, allein verantwortlich. Er ist verpflichtet, für von ihm betriebene Angebote die gesetzlichen Pflichten (insbesondere Impressum, Datenschutz, Jugendschutz) selbst zu erfüllen. Der Anbieter ist nicht verpflichtet, Inhalte des Kunden zu überwachen.

(4)

Der Kunde stellt den Anbieter von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung der Leistungen durch den Kunden beruhen und die der Kunde zu vertreten hat, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung. Der Kunde ist verpflichtet, den Anbieter bei der Abwehr solcher Ansprüche zu unterstützen. Eine Freistellung entfällt, soweit der Kunde die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat.

(5)

Der Kunde hat Änderungen seiner Kontaktdaten, insbesondere der E-Mail-Adresse, unverzüglich im Kundenbereich zu aktualisieren. Erklärungen des Anbieters gelten als zugegangen, wenn sie an die zuletzt hinterlegte E-Mail-Adresse gesendet wurden.

(6)

Der Kunde darf die Leistungen Dritten zur Nutzung überlassen (z. B. für Kundenprojekte oder im Weiterverkauf). Er bleibt alleiniger Vertragspartner des Anbieters, gibt die Pflichten aus diesem § 7 an die Dritten weiter und haftet für deren Verstöße nach Maßgabe von Absatz 4.

§ 8Verfügbarkeit und Wartung

(1)

Die geschuldete Verfügbarkeit ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung des jeweiligen Tarifs. Sie wird am Übergabepunkt (§ 2 Abs. 2) gemessen und als Mittel eines Vertragsjahres berechnet. Nennt die Leistungsbeschreibung eine Spanne (z. B. 99,2 bis 99,6 %), ist der untere Wert zugesagt und der obere das Ziel, das der Anbieter anstrebt. Nennt die Leistungsbeschreibung keinen Wert, gilt eine zugesagte Verfügbarkeit von 99,0 % im Jahresmittel. Für Tarife, die ausdrücklich ohne Verfügbarkeitszusage angeboten werden, schuldet der Anbieter keine bestimmte Verfügbarkeit; die gesetzlichen Mängelrechte bleiben unberührt. Einzelheiten zur Messung, zu Reaktionszeiten und zu Gutschriften bei Unterschreitung regelt das Service Level Agreement (SLA), das Bestandteil des Vertrags ist.

(2)

Nicht als Ausfallzeit gelten: (a) angekündigte Wartungsfenster – diese werden mindestens 24 Stunden vorher per E-Mail oder im Kundenbereich angekündigt, bevorzugt zwischen 01:00 und 06:00 Uhr durchgeführt und überschreiten in Summe 8 Stunden je Kalendermonat nicht; (b) Zeiten, in denen die Leistung wegen Umständen nicht erreichbar ist, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen und die er auch bei angemessener Sorgfalt nicht abwenden konnte, insbesondere höhere Gewalt, Ausfälle von Vorleistern (Strom, Netzanbindung, Rechenzentrum) sowie Angriffe Dritter, die trotz der nach dem Stand der Technik angemessenen Schutzmaßnahmen nicht abgewehrt werden konnten; (c) Ausfälle, die der Kunde zu vertreten hat, insbesondere durch von ihm installierte Software oder Fehlkonfigurationen.

(3)

Notfallwartungen zur Behebung akuter Sicherheitslücken dürfen ohne Vorankündigung durchgeführt werden; der Kunde wird so früh wie möglich informiert. Auch sie zählen nur dann nicht als Ausfallzeit, wenn sie unaufschiebbar waren.

(4)

Der Anbieter darf die eingesetzte Hard- und Software an den Stand der Technik anpassen. Einschränkungen der vereinbarten Leistung sind nur unter den Voraussetzungen des § 10 zulässig.

§ 9Datensicherung

(1)

Soweit kein Backup-Dienst gebucht ist, ist der Kunde für die regelmäßige Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich. Der Anbieter empfiehlt, Sicherungen auf einem vom Server unabhängigen System zu speichern.

(2)

Ist ein kostenpflichtiger Backup-Dienst gebucht (z. B. Snapshots oder Sicherung über Proxmox Backup Server), schuldet der Anbieter die Erstellung und Aufbewahrung der Sicherungen entsprechend der Leistungsbeschreibung (Häufigkeit, Anzahl, Aufbewahrungsdauer) und die Möglichkeit der Wiederherstellung. Die Leistung ist nicht als „ohne Gewähr“ vereinbart; für Mängel des Backup-Dienstes haftet der Anbieter nach § 14.

(3)

Bei Datenverlusten, für die der Anbieter nach § 14 haftet, ist der Ersatzanspruch auf den Aufwand beschränkt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden für die Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre. Diese Beschränkung gilt nicht, wenn der Kunde einen Backup-Dienst des Anbieters gebucht hat und der Verlust auf dessen Mangel beruht.

§ 10Änderungen der Leistung und Mängelrechte bei digitalen Leistungen

(1)

Für Verbraucher gelten für die Bereitstellung digitaler Dienstleistungen (Hosting, VPN) ergänzend die §§ 327 ff. BGB.

(2)

Der Anbieter darf die vertraglich geschuldete Leistung nur ändern, wenn ein triftiger Grund vorliegt, insbesondere die Anpassung an eine neue technische Umgebung, eine Änderung der Rechtslage, eine Erhöhung der Nutzerzahl oder Sicherheitsanforderungen, und dem Kunden dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen. Der Kunde wird über eine Änderung klar und verständlich informiert (§ 327r BGB).

(3)

Beeinträchtigt eine Änderung die Zugriffsmöglichkeit oder die Nutzbarkeit der Leistung für den Kunden mehr als nur unerheblich, wird der Kunde mindestens sechs Wochen vor der Änderung per E-Mail informiert; er kann den Vertrag dann innerhalb von 30 Tagen ab Zugang der Information oder ab dem Zeitpunkt der Änderung, je nachdem, welcher Zeitpunkt später liegt, kostenfrei kündigen. Bereits gezahlte Vergütung für die Zeit nach der Beendigung wird erstattet.

(4)

Reine Verbesserungen, Sicherheitsaktualisierungen und Erweiterungen des Funktionsumfangs ohne Nachteil für den Kunden bleiben von Absatz 3 unberührt.

(5)

Ist die Leistung mangelhaft, stehen dem Kunden die gesetzlichen Mängelrechte zu, bei Verbrauchern nach §§ 327d ff. BGB (Nacherfüllung, Beendigung, Minderung, Schadensersatz). Der Kunde ist gehalten, Störungen so konkret wie möglich über das Support-System zu melden, damit sie zügig behoben werden können.

§ 11Vertragsende, Datenherausgabe und Löschung

(1)

Bis zum Vertragsende kann der Kunde alle auf der Leistung gespeicherten Daten selbst exportieren (z. B. per SSH, SFTP, Snapshot-Download oder Backup-Export). Der Anbieter unterstützt auf Anfrage in angemessenem Umfang.

(2)

Nach Vertragsende werden die Leistung und die darauf gespeicherten Daten des Kunden 14 Tage vorgehalten (Kulanzfrist). Innerhalb dieser Frist kann der Kunde die Reaktivierung oder – gegen Erstattung des angemessenen Aufwands – die Herausgabe der Daten in einem gängigen maschinenlesbaren Format verlangen. Nach Ablauf der Frist werden die Daten einschließlich Sicherungen unwiderruflich gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

(3)

Bei Verbrauchern bleiben die Rechte aus § 327p BGB unberührt: Der Anbieter stellt dem Verbraucher auf Verlangen die von ihm bereitgestellten oder erstellten Inhalte unentgeltlich, ohne Behinderung, in angemessener Frist und in einem gängigen maschinenlesbaren Format zur Verfügung, soweit sie nicht ausschließlich im Zusammenhang mit der Nutzung entstanden sind oder ohne unverhältnismäßigen Aufwand nicht zu trennen wären.

(4)

Rechnungen und die für die Buchführung erforderlichen Vertragsdaten werden nach den gesetzlichen Fristen (§ 147 AO, § 257 HGB) aufbewahrt.

§ 12Verkauf von Hardware

(1)

Für den Verkauf von Hardware (z. B. Server, Komponenten) kommt ein Kaufvertrag zustande. § 3 gilt entsprechend; der Vertrag kommt mit der Auftragsbestätigung oder dem Versand der Ware zustande.

(2)

Die Lieferung erfolgt innerhalb Deutschlands, sofern nichts anderes vereinbart ist. Lieferfristen und Versandkosten werden im Angebot bzw. in der Bestellübersicht angegeben. Ist keine Lieferzeit angegeben, erfolgt die Lieferung innerhalb von 14 Tagen nach Zahlungseingang. Ist die Ware nicht verfügbar, wird der Kunde unverzüglich informiert und eine bereits geleistete Zahlung erstattet.

(3)

Bei Verbrauchern geht die Gefahr des zufälligen Untergangs und der zufälligen Verschlechterung mit der Übergabe der Ware an den Verbraucher über. Bei Unternehmern geht die Gefahr mit der Übergabe an das Transportunternehmen über.

(4)

Die Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum des Anbieters (Eigentumsvorbehalt).

(5)

Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte. Gegenüber Verbrauchern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche bei neuen Sachen zwei Jahre, bei gebrauchten Sachen ein Jahr ab Ablieferung; die Verkürzung bei gebrauchten Sachen gilt nur, wenn der Verbraucher vor Vertragsschluss eigens darüber in Kenntnis gesetzt wurde und dies ausdrücklich vereinbart ist. Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist ein Jahr ab Ablieferung; Unternehmer müssen offensichtliche Mängel innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt rügen (§ 377 HGB). Die Verkürzungen gelten nicht bei Schadensersatzansprüchen nach § 14.

(6)

Herstellergarantien bestehen neben den gesetzlichen Rechten nur, wenn sie ausdrücklich zugesagt sind; der Anbieter selbst gibt keine über die Gewährleistung hinausgehende Garantie ab, sofern nichts anderes vereinbart ist.

(7)

Für Verbraucher gilt bei Hardware das Widerrufsrecht nach § 16 und der Widerrufsbelehrung; die Kosten der Rücksendung trägt der Verbraucher.

§ 13Domains

(1)

Bei der Registrierung und Verwaltung von Domains wird der Anbieter als Vermittler zwischen dem Kunden und der jeweiligen Vergabestelle (Registry) bzw. dem Registrar tätig. Der Anbieter schuldet die ordnungsgemäße Weiterleitung des Registrierungsantrags; eine Gewähr für die tatsächliche Zuteilung oder den Fortbestand einer Domain besteht nicht. Eine Domain gilt erst als registriert, wenn die Vergabestelle den Kunden als Inhaber eingetragen hat.

(2)

Es gelten ergänzend die Registrierungsbedingungen der jeweiligen Vergabestelle, auf die im Bestellvorgang hingewiesen wird. Der Kunde versichert, dass die gewünschte Domain keine Rechte Dritter verletzt, und stellt den Anbieter von entsprechenden Ansprüchen frei, soweit er die Verletzung zu vertreten hat.

(3)

Domains werden für den bei der Bestellung gewählten Zeitraum registriert und automatisch um denselben Zeitraum verlängert, sofern der Kunde nicht spätestens 14 Tage vor Ablauf kündigt oder die Verlängerung im Kundenbereich deaktiviert. Verbraucher können die Domain nach der ersten Laufzeit jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündigen; bereits an die Vergabestelle gezahlte Gebühren werden in diesem Fall nicht erstattet, da die Registrierung für den vollen Zeitraum erfolgt.

(4)

Der Kunde kann jederzeit einen Wechsel zu einem anderen Anbieter (Transfer) verlangen; der Anbieter stellt den Auth-Code unverzüglich zur Verfügung, sofern keine fälligen Forderungen aus dem Domainvertrag offen sind. Kündigt der Kunde einen Vertrag, zu dem Domains gehören, teilt er mit, ob diese umgezogen oder gelöscht werden sollen; der Anbieter fragt dies mit der Kündigungsbestätigung ab. Erteilt der Kunde bis zum Vertragsende keine Weisung, darf der Anbieter die Domain zum Vertragsende löschen lassen oder nach Ablauf der Registrierung an die Vergabestelle zurückgeben.

(5)

Enthält ein Tarif Domains ohne gesonderte Berechnung (Inklusivdomains), gilt:

  • a)Anzahl und zulässige Endungen ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung des Tarifs. Der Kunde wählt bei der Bestellung ein Endungs-Set (z. B. .de oder ein internationales Set); diese Wahl bleibt für die Laufzeit des Tarifs verbindlich.
  • b)Registrierung und Verlängerung der Inklusivdomains sind für die Dauer des Tarifvertrags im Tarifpreis enthalten. Die Inklusivdomains können bei der Bestellung oder jederzeit später im Kundenbereich gewählt werden.
  • c)Inklusivdomains sind an den Tarif gebunden. Sie können nicht auf einen anderen Tarif oder ein anderes Kundenkonto übertragen und nicht gegen eine Gutschrift oder Auszahlung eingetauscht werden. Nicht genutzte Inklusivdomains verfallen mit dem Ende des Tarifvertrags.
  • d)Wird eine Inklusivdomain vom Kunden gelöscht, zu einem anderen Anbieter umgezogen oder gekündigt, lebt der Anspruch auf eine Ersatzdomain nicht wieder auf.
  • e)Endet der Tarifvertrag, kann der Kunde jede Inklusivdomain zu einem anderen Anbieter umziehen, als eigenständige Domain zum dann gültigen Listenpreis weiterführen oder löschen lassen; ab dem Vertragsende gilt für die Verlängerung der Listenpreis. Erteilt er bis zum Vertragsende keine Weisung, gilt Absatz 4 Satz 3.
  • f)Die Mindestlaufzeit des Tarifs nach § 5 bleibt von Inklusivdomains unberührt. Ein Widerruf des Tarifvertrags lässt bereits registrierte Inklusivdomains unberührt; für sie gilt § 16 Abs. 2 lit. d.
(6)

Die Anmeldung, Ummeldung, der Transfer oder die Löschung einer Domain bei der Vergabestelle setzt die Mitwirkung des Domaininhabers voraus. Der Kunde erteilt die dafür erforderlichen Zustimmungen und Bestätigungen (z. B. die Inhaberbestätigung per E-Mail) unverzüglich in der jeweils verlangten Form. Unterbleibt die Mitwirkung, kann die Registrierung oder der Transfer scheitern, ohne dass der Anbieter dies zu vertreten hat.

§ 14Haftung

(1)

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen, für arglistig verschwiegene Mängel, im Rahmen einer ausdrücklich übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.

(2)

Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, insbesondere die Bereitstellung der bestellten Leistung mit der vereinbarten Verfügbarkeit, die Wahrung der Vertraulichkeit der Kundendaten und die Einhaltung gebuchter Backup-Leistungen. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.

(3)

Für Datenverluste gilt zusätzlich § 9 Abs. 3.

(4)

Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch für die persönliche Haftung der Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

(5)

Eine Haftung für Ereignisse, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, ist ausgeschlossen. Der Anbieter hat eine Störung nicht zu vertreten, wenn sie auf höherer Gewalt oder auf Umständen beruht, die außerhalb seines Einflussbereichs liegen und die er auch bei angemessener Sorgfalt, insbesondere durch dem Stand der Technik entsprechende Schutzmaßnahmen, nicht abwenden konnte.

(6)

Gesetzliche Haftungsregelungen, die zwingend zugunsten von Verbrauchern gelten, bleiben unberührt.

§ 15Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1)

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden nach den Vorgaben der DSGVO und des BDSG. Informationen über Art, Umfang und Zweck dieser Verarbeitung enthält die Datenschutzerklärung unter https://mam-jahn.de/datenschutz. Die Datenschutzerklärung ist eine Information nach Art. 13 und 14 DSGVO und kein Bestandteil dieses Vertrags.

(2)

Verarbeitet der Kunde auf den bereitgestellten Systemen personenbezogene Daten Dritter (z. B. Daten seiner eigenen Nutzer oder Kunden), ist er dafür Verantwortlicher im Sinne der DSGVO und der Anbieter Auftragsverarbeiter. Für diesen Fall schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Der Anbieter stellt hierfür einen Vertragstext bereit, der auf Anfrage an support@mam-jahn.de übermittelt und in Textform abgeschlossen wird. Der Kunde ist verpflichtet, den Abschluss vor Beginn einer solchen Verarbeitung zu veranlassen.

(3)

Der Anbieter greift nicht auf Inhalte des Kunden zu, es sei denn, dies ist zur Erbringung der Leistung, zur Störungsbeseitigung auf Wunsch des Kunden, zur Abwehr einer Gefahr nach § 6 Abs. 3 oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung erforderlich.

§ 16Widerrufsrecht für Verbraucher

(1)

Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Einzelheiten, das Muster-Widerrufsformular und die Rechtsfolgen ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung unter https://mam-jahn.de/widerruf, die dem Kunden auch mit der Vertragsbestätigung per E-Mail übermittelt wird.

(2)

Verlangt der Verbraucher im Bestellvorgang ausdrücklich, dass der Anbieter mit der Leistung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt (Sofortbereitstellung), und widerruft er den Vertrag danach, schuldet er dem Anbieter Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung (§ 357a Abs. 2 BGB). Dabei gilt:

  • a)Die Einrichtungsgebühr nach § 4 Abs. 2 ist mit der Aktivierung des Produkts vollständig erbracht und wird nicht erstattet.
  • b)Die laufende Leistung wird taggenau abgerechnet: Der Wertersatz entspricht dem Anteil der bis zum Zugang des Widerrufs verstrichenen Tage am bezahlten Abrechnungszeitraum, berechnet auf den vereinbarten Preis dieses Zeitraums. Nur der verbleibende Rest wird erstattet.
  • c)Einmalige Zusatzleistungen, die mit der Bereitstellung vollständig erbracht sind (z. B. zusätzliche IP-Adressen, Lizenzen, Installations- oder Migrationsdienste), werden nicht erstattet.
  • d)Domains, auch Inklusivdomains, sind mit der erfolgreichen Registrierung vollständig erbracht; das Widerrufsrecht ist damit für die Domain erloschen, eine Erstattung erfolgt nicht. Bei einem Widerruf des Tarifvertrags bleiben registrierte Inklusivdomains bestehen und werden ab dem Widerruf zum Listenpreis verlängert, sofern der Kunde sie nicht umzieht oder löschen lässt.
  • e)Aktionsguthaben, Gutscheine und Rabatte werden nicht ausgezahlt.
(3)

Das Widerrufsrecht erlischt, wenn die Leistung vollständig erbracht ist und der Verbraucher vor Beginn ausdrücklich zugestimmt und zur Kenntnis genommen hat, dass er sein Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung verliert (§ 356 Abs. 4 BGB). Bei laufenden Leistungen ist das mit Ablauf des gebuchten Abrechnungszeitraums der Fall.

(4)

Die Zustimmung zur Sofortbereitstellung wird im Bestellvorgang gesondert abgefragt; sie ist freiwillig. Ohne sie beginnt die Leistung erst nach Ablauf der Widerrufsfrist; bis dahin wird bei einem Widerruf der volle Betrag erstattet.

(5)

Unternehmer haben kein Widerrufsrecht; für sie gelten ausschließlich die Kündigungsregeln nach §§ 5 und 6.

(6)

Webspace mit Inklusivdomain: Bestellt der Verbraucher einen Webspace-Tarif zusammen mit mindestens einer Inklusivdomain und verlangt er die sofortige Registrierung, so ist die Registrierung der Inklusivdomain mit ihrer Durchführung vollständig erbracht; das Widerrufsrecht für die Domain ist damit erloschen (Absatz 2 lit. d). Widerruft der Verbraucher anschließend den Tarifvertrag, entfällt die Grundlage für die kostenlose Registrierung: Er schuldet neben dem Wertersatz nach Absatz 2 den zum Zeitpunkt der Bestellung gültigen Listenpreis für die Registrierung jeder bereits registrierten Inklusivdomain. Die Domain bleibt auf ihn registriert und wird ab dem Widerruf zum Listenpreis verlängert, sofern er sie nicht umzieht oder löschen lässt. Auf diese Folge wird der Verbraucher vor der Bestellung ausdrücklich hingewiesen.

§ 17Änderungen dieser AGB

(1)

Der Anbieter darf diese AGB mit Wirkung für bestehende Verträge nur ändern, soweit dies erforderlich ist, um (a) Änderungen der Gesetzeslage oder der Rechtsprechung nachzuvollziehen, (b) Regelungslücken zu schließen, die sich aus solchen Änderungen ergeben, oder (c) Anpassungen an technische Weiterentwicklungen vorzunehmen, und die Änderung das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht zum Nachteil des Kunden verschiebt. Preise, Laufzeiten, der Umfang der Hauptleistung und Kündigungsrechte werden auf diesem Weg nicht geändert; dafür bedarf es einer ausdrücklichen Vereinbarung.

(2)

Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden per E-Mail an die hinterlegte Adresse mitgeteilt. Die Mitteilung enthält die geänderten Bestimmungen, den Zeitpunkt des Wirksamwerdens und einen ausdrücklichen Hinweis auf das Widerspruchsrecht und die Folgen des Schweigens.

(3)

Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden in Textform, gelten die Änderungen ab diesem Zeitpunkt als angenommen. Widerspricht der Kunde, wird der Vertrag zu den bisherigen Bedingungen fortgesetzt; der Anbieter kann den Vertrag in diesem Fall ordentlich nach § 5 kündigen. Der Kunde hat ab Zugang der Mitteilung ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung.

(4)

Für neue Bestellungen gelten jeweils die zum Zeitpunkt der Bestellung veröffentlichten AGB.

§ 18Schlussbestimmungen

(1)

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen werden.

(2)

Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen oder hat er keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Für Verbraucher gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

(3)

Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).

(4)

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.

(5)

Bestandteil des Vertrags sind in dieser Reihenfolge: die Bestellbestätigung mit der Leistungsbeschreibung, diese AGB und das Service Level Agreement. Bei Widersprüchen gilt die vorrangig genannte Regelung.

Sondervorschriften

A. Sondervorschriften für Webspace

(1)

Webspace wird auf gemeinsam genutzten Systemen mit einer Verwaltungsoberfläche (Plesk) bereitgestellt. Geschuldet ist der in der Leistungsbeschreibung genannte Speicherplatz mit Anbindung an das Internet; Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Mailversand werden von allen Kunden des Systems gemeinsam genutzt (§ 2 Abs. 8). Die in der Leistungsbeschreibung genannten Grenzen (z. B. Postfächer, Datenbanken, Cronjobs, Versandlimits je Stunde und Tag) sind Bestandteil der Leistung.

(2)

Bestellt der Kunde Webspace ohne eigene Domain, richtet der Anbieter den Webspace unter einer Standard-Adresse (Subdomain einer Domain des Anbieters) ein. Die Standard-Adresse wird nur für die Laufzeit des Vertrags und nur für diesen Webspace bereitgestellt; ein Anspruch auf eine bestimmte Standard-Adresse oder deren Beibehaltung besteht nicht. Der Kunde kann jederzeit eigene Domains hinzufügen oder die Hauptdomain ändern lassen.

(3)

Für Inklusivdomains gilt § 13 Abs. 5.

(4)

Der Anbieter darf die PHP-Versionen, Software-Komponenten und Sicherheitseinstellungen des Systems an den Stand der Technik anpassen (§ 10). Nicht mehr unterstützte Versionen werden mit angemessener Vorlaufzeit angekündigt und abgeschaltet.

(5)

Der Kunde hält die von ihm installierten Anwendungen (z. B. Content-Management-Systeme) aktuell. Stellt der Anbieter eine akute Gefährdung durch eine veraltete oder kompromittierte Anwendung fest, darf er sie nach § 6 Abs. 3 vorübergehend deaktivieren.

(6)

Die tägliche Sicherung des Webspace erfolgt im Umfang der Leistungsbeschreibung (§ 9 Abs. 2). Sie ersetzt keine eigene Sicherung von Daten, die der Kunde außerhalb des gesicherten Zeitraums benötigt.

(7)

Die dem Webspace zugewiesenen IP-Adressen können sich aus technischen Gründen ändern; ein Anspruch auf eine bestimmte IP-Adresse besteht nicht.

B. Sondervorschriften für Server (Pico, VPS, RS, VDS, Dedicated)

(1)

Bei Servern mit Administrationszugriff (root) ist der Kunde allein für Installation, Konfiguration, Absicherung und Aktualisierung des Betriebssystems und seiner Software verantwortlich (§ 2 Abs. 4). Der Anbieter stellt Betriebssystem-Vorlagen, eine Konsole, eine Neuinstallation und ein Rettungssystem bereit; eine Verwaltung des Betriebssystems durch den Anbieter ist nur bei gebuchter Betreuung (Teil C) geschuldet.

(2)

Der Kunde spielt verfügbare Sicherheitsaktualisierungen zeitnah ein. Schwächen in vom Kunden betriebener Software, für die noch keine Abhilfe bekannt ist, hat der Anbieter nicht zu vertreten.

(3)

Ob Rechenleistung und Arbeitsspeicher fest zugewiesen oder geteilt sind, ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung der jeweiligen Linie. Bei geteilten Ressourcen schuldet der Anbieter einen fairen Anteil; eine dauerhafte Vollauslastung geteilter Kerne, die andere Kunden erheblich beeinträchtigt, ist nach § 7 Abs. 2 lit. g unzulässig.

(4)

Zugewiesene IP-Adressen bleiben Eigentum des Anbieters und werden mit Vertragsende zurückgegeben. Der Kunde hält die Adressen frei von Einträgen auf Sperrlisten, soweit er dies beeinflussen kann; bei Beschwerden Dritter (Abuse) wirkt er innerhalb von 24 Stunden an der Aufklärung mit.

(5)

Bei einem Hardwaredefekt stellt der Anbieter einen gleichwertigen Ersatz bereit. Für die Daten auf dem defekten System gilt § 9; ohne gebuchten Backup-Dienst ist der Kunde für die Sicherung verantwortlich.

(6)

Der Anbieter darf virtuelle Server zur Wartung oder bei Störungen auf ein anderes Host-System verschieben (§ 2 Abs. 3); eine damit verbundene kurze Unterbrechung ist, soweit sie nach § 8 angekündigt ist, keine Ausfallzeit.

(7)

Für Produkte im Vorverkauf gilt § 4 Abs. 9.

C. Sondervorschriften für Betreuung (Managed)

(1)

Ist Betreuung gebucht, übernimmt der Anbieter die in der Leistungsbeschreibung genannten Aufgaben, insbesondere das Einspielen von Aktualisierungen des Betriebssystems, die Überwachung und die Reaktion auf Störungen innerhalb der dort genannten Zeiten.

(2)

Soweit der Anbieter die Verwaltung des Systems übernommen hat, erhält der Kunde keinen oder nur einen eingeschränkten Administrationszugriff. Eigene Änderungen am Betriebssystem oder an betreuten Komponenten nimmt der Kunde nur nach Absprache vor; für Störungen, die auf nicht abgesprochenen Änderungen beruhen, schuldet der Anbieter keine Behebung im Rahmen der Betreuung.

(3)

Der Kunde benennt einen Ansprechpartner, der Freigaben für Wartungsarbeiten erteilen kann, und wirkt bei der Störungsbeseitigung mit (Informationen, Zugänge, Testmöglichkeiten).

(4)

Nicht Bestandteil der Betreuung sind die Entwicklung oder Anpassung von Anwendungen des Kunden, Datenmigrationen ohne gesonderten Auftrag und die Betreuung von Software, die nicht in der Leistungsbeschreibung genannt ist. Solche Leistungen können gesondert beauftragt werden.

(5)

Für die Haftung gilt § 14; für Datenverluste zusätzlich § 9 Abs. 3.